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Niederlage für Hockey Reinach

(dz) Nach 4 siegreichen Spielen zu Beginn der Meisterschaft musste Hockey Reinach erstmals auch eine Niederlage hinnehmen. Der amtierende Meister EC Wil war abgeklärter und nutzte Fehler schonungslos aus.

Im Vorfeld des Spiels gegen die Äbtestädter legte man bei Hockey Reinach das Augenmerk auf das taktische Auftreten des Gegners. Die Bemühungen zeigten Früchte. Der Start ins Spiel gelang der Mannschaft der Trainer Andre Augstburger und Marc Witschi. Wil fand kein Schlupfloch in der Verteidigung und das schnelle Umschaltspiel von Hockey Reinach brachte mehrere sehr gefährliche Abschlussversuche mit sich. Es musste aber ein Bullygoal sein: Luka Klavs gewann das Anspiel in der gegnerischen Zone und Elia Schmid erwischte den Gästegoalie mittels Direktschuss zur Führung. Kurz vor Ende des Drittels erzielten die Ostschweizer in Überzahl den Ausgleich.

Zu viele Strafen
Der Ausgleich kurz vor Schluss des ersten Drittels war Hockey Reinach anzumerken. War das Auftreten während den ersten 20 Minuten sehr gut, fand man im Mittelabschnitt nicht ins Spiel und hielt sich auch nicht mehr an den Plan, wie man dem Gegner ihre Stärken nehmen konnte. Man wurde zu optimistisch, musste den Gegnern dadurch hinterherlaufen und nahm unnötige Strafen. So liess man den Gegner das Spiel an sich reissen und so war es auch nicht überraschend, dass die Gäste den Führungstreffer erzielen konnten. Und doch fand Hockey Reinach wieder zurück ins Spiel und auch den Weg zum Erfolg: Michael Schmerda traf zum 2:2. In der 37. Minute konnte Wil wieder jubeln. Ärgerlich, wenn man bedenkt, dass man sich drei Mal aus einer Drucksituation befreien hätte können, dem Gegner aber immer wieder den Puck auf den Schläger servierte.

Gegner verwaltet Vorsprung souverän
Ins Spiel zurück kommen, lautete das Ziel von Hockey Reinach für die letzten 20 Minuten. Diesem Vorhaben wurde aber schnell der Riegel geschoben. Mit einem weiteren Treffer in Überzahl stand es nach 43 Minuten 2:4. Hockey Reinach war in Folge bemüht, aber die Wiler waren zu abgeklärt, um den Sieg noch aus den Händen zu geben. Was folgte, kennt man als Eishockeyfan: Das Heimteam nahm den Torhüter zu Gunsten eines 6. Feldspielers vom Eis und Wil traf zum 2:5 ins leere Tor.

Derby gegen Küssnacht
Sportchef Daniel Zeber war nach dem Spiel enttäuscht: „Wir haben heute gegen die beste Mannschaft der 1. Liga gespielt und in den ersten 20 Minuten unseren Gameplan perfekt umgesetzt. Mit den vielen unnötigen Strafen haben wir uns um weitere Punkte gebracht. Um gegen Wil eine Überraschung schaffen zu können, muss man während dem gesamten Spiel diszipliniert auftreten. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen und aus den Fehlern lernen“. Schon am nächsten Samstag bietet sich die Chance, auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Es kommt bereits zum Rückspiel gegen den Küssnachter SC. Schon im Hinspiel musste Hockey Reinach bis zur letzten Sekunde kämpfen, um den Sieg feiern zu können. Im Spiel mit Derbycharakter müssen Emotionen, körperbetontes Eishockey und Provokationen erwartet werden. Für Spannung ist also schon im Vorfeld gesorgt.

Hockey Reinach – EC Wil 2:5
Torschütze: Schmerda, E. Schmid

Hockey Reinach:
Christen (Pfeifer); Amstutz, Krämer, Lerch, Tresch, Weiss, Zogg; Affolter, Augstburger, Bonga-Bonga, Boschung, Klavs, Lascandri, Leimgruber, Müller, Schmerda, E. Schmid;

Best Player Reinach: Michael Schmerda
Best Player Wil: Kent Daneel
Hardest Worker: Raphael Krämer