(dz) Es gibt Geschichten, die schreibt nur der Sport. So auch letzten Samstag im Spiel gegen den HC Luzern. Ein Sieg wurde erwartet und die Mannschaft hat geliefert. Eine tolle Teamleistung mit Protagonisten, die erstmals das Leibchen von Hockey Reinach trugen und gleich auch einen grossen Anteil am Erfolg hatten.
In der Spielvorbereitung während der Woche forderten die Trainer Andi Augstburger und Marc Witschi totalen Fokus. Unterstützung erhielt Hockey Reinach von 3 „neuen“ Spielern: Cyril Oehen feierte nach ausgestandener Lungenentzündung seine Premiere, Severin Augstburger kehrte an den Ort zurück, an dem er das Eishockeyspielen begann und Jonas Schnüriger, wurde vom HC Ambri-Piotta ausgeliehen.
Rückkehrer und Doppeltorschütze
Wie von den Trainern gefordert, war die Mannschaft bereit. Und wie! Schon nach 25 Sekunden durfte das erste Mal gejubelt werden. Severin Augstburger traf auf Zuspiel von Cyril Oehen und Kevin Boschung. Die Matchuhr zeigte erst 87 Sekunden, als es schon 2:0 hiess: Einen Schuss von Jan Schmid fälschte Routinier Daniel Müller ab. Der geforderte Fokus wurde erfolgreich umgesetzt. Das Spiel ging weiterhin nur auf eine Seite. Die Löwen zeigten viele schöne Spielzüge, nur mit einem weiteren Tor sollte es noch nicht klappen. Das dauerte bis zur 16. Minute: Es war wieder die erste Angriffsformation und auch die Pass- & Torfolge war die Selbe: Kevin Boschung auf Cyril Oehen, der fand Severin Augstburger vor dem Tor und schon stand es 3:0.
Bullygoal und Pfostenschüsse
Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, hatte Hockey Reinach Glück: Luzern traf nur die Latte. Es war ein Warnschuss zur richtigen Zeit. Nach einem Bully hiess es 4:0 für die Löwen. Luka Klavs gewann es und Michael Schmerda sorgte mit einem verdeckten Direktschuss für ein weiteres Erfolgserlebnis. Nach diesem Treffer nahm das Heimteam augenscheinlich Gas vom Pedal, was zu mehr Spielanteilen für Luzern sorgte. Die gefährlicheren Chancen hatte aber immer noch Hockey Reinach. Luka Klavs und Daniel Müller trafen aber nur das Torgestänge.
Drittes Meisterschaftsspiel ohne Gegentreffer
Wie schon während dem gesamten Spiel kamen bei Hockey Reinach alle Spieler zu gleichen Einsatzzeiten. Das Heimteam hatte auch im Schlussdrittel mehr Spielanteile, aber auch Luzern kam zu Chancen. Diese wurden aber allesamt Beute von Goalie Valentino Zaetta. Er konnte somit schon seinen zweiten Shutout bei 4 Einsätzen feiern, Hockey Reinach erhielt im 8. Meisterschaftsspiel bereits zum dritten Mal keinen Gegentreffer, was Ligabestwert bedeutet. Für den Endstand sorgten die Jungen: Shayan Lascandri (18) bediente Jonas Schnüriger und dieser traf mit einem schön angesetzten Schuss zum 5:0.
Tolle Mannschaftschemie
Gewinnt man ein Derby, ist die Freude noch grösser. Siege gegen Luzern wegen der Vorgeschichte und dem Aufeinandertreffen mit ehemaligen Reinach-Spielern, emotional noch eine Stufe höher zu werten. Die Geschichte des Abends schrieben aber Severin Augstburger, Cyril Oehen und Jonas Schnüriger, die bei ihrer Premiere für Hockey Reinach sogleich 3 Tore und insgesamt 5 Scorerpunkte beisteuern konnten. Dem Jüngsten der Neuankömmlinge war die Freude nach dem Spiel anzusehen: „Es hat heute riesigen Spass gemacht. Ich wurde super aufgenommen und habe mich sofort unheimlich wohlgefühlt“, erzählt der erst 19-jährige Schnüriger nach seinem ersten Spiel auf Aktivstufe und ergänzt: „Das nächste Spiel gegen Burgdorf wird ein harter Brocken. Mit diesem coolen Team ist aber alles möglich“.
Hockey Reinach – HC Luzern 5:0
Torschütze: S. Augstburger (2), Müller, Schmerda, Schnüriger
Hockey Reinach:
Zaetta (Vontobel); Amstutz, Krämer, Lerch, J. Schmid, Tresch, Zogg; J. Augstburger, S. Augstburger, Bonga-Bonga, Boschung, Klavs, Lascandri, Leimgruber, Müller, Oehen, Schmerda, E. Schmid, Schnüriger;
Hardest Worker: Cyril Oehen