DECFCAC0-7F09-49CB-A5BC-D532DF81038F_1_201_a

Ein Abend voller Glücksmomente

(dz) In der 6. Runde der 1. Ligameisterschaft bekam es Hockey Reinach wieder mit dem Küssnachter SC zu tun. Der Aufsteiger war bereits zum Saisonstart der Gegner und zeigte, dass sie eine Bereicherung für die Liga sind. Rückkehrer aus Verletzungen drückten dem Spiel ihre Stempel auf und waren für die Geschichte des Abends verantwortlich.

Die Verletzungshexe meint es in der erst kurzen Saison nicht gut mit Hockey Reinach. Nicht weniger als 8 Spieler (Zaetta, Dobryskin, Krämer, J. Schmid, S. Augstburger, Benz, Oehen und Vogt) hat es bereits erwischt und mit Arnicans fehlt auch noch ein Spieler, der sich in der vergangenen Saison eine Sperre eingehandelt hat. Leichte Verbesserung des Lazaretts gab es vor dem Spiel zu vermelden: Goalie Valentino Zaetta kehrte nach seiner im Hinspiel gegen Küssnacht erlittenen Verletzung ins Tor zurück und Jan Schmid bestritt sein erstes Spiel nach über 8 Monaten. Dafür fehlte Raphael Krämer mit Oberkörperbeschwerden. Mit der Euphorie im Rücken starteten die Löwen und kamen bereits nach 30 Sekunden zu einer grossen Chance durch Jamie Leimgruber. Das Startdrittel war fest in der Hand des Heimteams. So überraschte es auch nicht, dass in der 10. Minute die Führung Tatsache wurde. Rückkehrer Jan Schmid verwertete einen Abpraller zum 1:0. Kurz vor Drittelsende wurde es noch besser: Der Jüngste im Team, Shayan Lascandri, erhöhte mit seinem ersten 1. Liga-Tor auf 2:0.

Ausgeglichenes Mitteldrittel
Einen Aufreger gab es bereits vor dem ersten Puckeinwurf. Schiedsrichter Blum teilte den Reinach-Verantwortlichen mit, dass es Spieler im Juniorenalter hat, denen die vorgeschriebenen Ohrenschützer fehlen würden. Die Betreuer montierten die fehlenden Teile in Rekordzeit, so dass Lascandri & Co. schon bald wieder mitspielen konnten. Die Spielanteile waren ausgeglichen. Glück hatten die Löwen in der 28. Minute als Küssnacht nur den Pfosten traf. Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften mehrheitlich, so dass es mit der 2-Toreführung in die Pause ging.

Zaetta hält Sieg fest
Das letzte Drittel war ein Hin und Her. Beide Mannschaften konnten sich auf ihre Torhüter verlassen. Reinach-Goalie Valentino Zaetta brillierte mehrmals und war auch er vermeintlich geschlagen, rettete das Aluminium, wie in der 53. Minute. Das Schlussdrittel war auch geprägt von Emotionen, die von Küssnachter Seite ins Spiel einflossen. Zogg & Co. liessen sich von diesen Mätzchen nicht beeinflussen und auch dieser Schachzug brachte wie auch das Herausnehmen des Torhüters zu Gunsten eines 6. Feldspielers keinen Erfolg. Die Punkte 13, 14 und 15 und das zweite Spiel ohne Gegentreffer waren Tatsache.

Am Mittwoch nach Wallisellen
Hockey Reinach konnte mit dem Sieg gegen Küssnacht 3 weitere Punkte auf ihr Konto verbuchen. Nach 6 Spielen resultieren 5 Siege und 1 Niederlage. Eine Bilanz, die durchaus überraschend ist, wie auch Sportchef Daniel Zeber bestätigt: „Wenn man bedenkt, dass uns viele Leistungsträger fehlen, kann man definitiv von einem positiv verrückten Saisonstart sprechen. Wir werden von herausragenden Torhüterleistungen und dem tollen Zusammenhalt in der Mannschaft getragen“. Bei Hockey Reinach ist Demut angesagt und allen Beteiligten bewusst, dass diese Attribute beibehalten werden müssen, um auch weiterhin Erfolge feiern zu können. „Die gewonnenen Punkte kann uns niemand mehr nehmen. Es wäre aber vermessen, wenn wir erwarten würden, dass es so weitergeht. Wir müssen weiterhin hart arbeiten und bodenständig bleiben“. Die nächste Runde findet bereits am Mittwoch statt. Hockey Reinach reist zum EHC Wallisellen. Mit den Zürchern hat man noch eine offene Rechnung, nachdem man letzte Saison beide Spiele verloren hat.

Hockey Reinach – Küssnachter SC 2:0
Torschütze: Lascandri, J. Schmid

Hockey Reinach:
Zaetta (Christen); Amstutz, Lerch, J. Schmid, Tresch, Weiss, Zogg; Affolter, Augstburger, Bonga-Bonga, Boschung, Klavs, Lascandri, Leimgruber, Müller, Schmerda, E. Schmid;

Best Player Reinach: Valentino Zaetta
Best Player Küssnacht: Brian Stucki
Hardest Worker: Jan Schmid